Das Jahr hat mal garnicht gut angefangen.
Montag morgen fahre ich wie gewohnt zur Arbeit. Im Gepäck einen Piccolo-Sektchen, da meine Kollegin, mit der ich an diesem Morgen arbeite, nun offiziell die neue Filialleiterin der Apotheke ist. "Heut mittag stoßen wir dann an", sprechen wir uns ab.
Zwischen den Kunden, die zwischenzeitlich kommen, reden wir noch über Silvester. Was wir gemacht haben, wie wir ins neue Jahr gekommen sind...
Um kurz nach halb neun geht wie so oft an diesem Morgen das Telefon. Meine Kollegin geht dran, doch ihr Blick versteinert sich von Sekunde zu Sekunde. Sie beendet das Gespräch und wirkt ganz abwesend. "S. ist am Samstag bei einem Verkehrsunfall gestorben."
Ich kann es kaum glauben. Ich dachte ich habe mich verhört.
Es fällt uns alles im Moment so schwer auf der Arbeit, vor allem den Kollegen, die in der anderen Filiale mit ihr zusammenarbeiten. Man hat es die ganze Zeit im Kopf. Auch immer wenn ich in der Filiale anrufe, in der S. arbeitet, denke ich "Ach, sie geht gleich ans Telefon, sie ist doch garnicht weg..." Und wuuuuums! Willkommen auf dem Boden der Tatsachen. S. geht nicht ans Telefon.
Im Moment herrscht eine gespenstische Stimmung.
Gestern abend waren wir mit beiden Teams an der Unfallstelle und haben Blumen und Kerzen abgelegt. Ein Foto mit ihrem bezaubernden Lachen prangt nun am Baum.
Es hatte etwas gruseliges... Es war dunkel, die Kerzen leuchteten, durch den Wind knartze ständig etwas im Hintergrund und beim Schließen der Augen verfolgten einen die schrecklichen Bilder aus der Zeitung vom Unfallwagen, der an diesem Baum lehnte.
Liebe S., ich vermisse dich!
Ruhe in Frieden.
"Niemand kann so viele Tränen vergießen wie du uns dein Lächeln geschenkt hast"
Das tut mir sehr leid, tapete*. :(
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